{"id":24648,"date":"2015-01-22T17:41:54","date_gmt":"2015-01-22T16:41:54","guid":{"rendered":"https:\/\/kunstverein.advancedmagic.de\/?p=24648"},"modified":"2025-09-07T17:43:55","modified_gmt":"2025-09-07T15:43:55","slug":"dashdemed-sampil-korper","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstverein-bamberg.de\/index.php\/2015\/01\/22\/dashdemed-sampil-korper\/","title":{"rendered":"Dashdemed Sampil &#8211; K\u00f6rper"},"content":{"rendered":"<section class=\"l-section wpb_row height_medium\"><div class=\"l-section-h i-cf\"><div class=\"g-cols vc_row via_grid cols_1 laptops-cols_inherit tablets-cols_inherit mobiles-cols_1 valign_top type_default stacking_default\"><div class=\"wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><h3 class=\"w-text\"><span class=\"w-text-h\"><span class=\"w-text-value\">Dashdemed Sampil &#8211; K\u00f6rper<\/span><\/span><\/h3><div class=\"w-text us_custom_9de87d4e\"><span class=\"w-text-h\"><span class=\"w-text-value\">Foyer des E.T.A.-Hoffmann-Theaters 22.01.-08.03.2015<\/span><\/span><\/div><div class=\"w-separator size_small\"><\/div><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div id=\"cc-m-13072680699\" class=\"j-module n j-text \">\n<p>Dashdemed Sampil ist ein ruhiger Beobachter in einer chaotischen Welt. Seine Beobachtungen verdanken sich diesem ebenso einfachen wie starken Gegensatz. Seine St\u00e4rke liegt in diesem Gegensatz und wir k\u00f6nnen nur staunen, mit welcher Unersch\u00fctterlichkeit er seinen ersch\u00fctternden Beobachtungen standh\u00e4lt.<\/p>\n<p>Das ist das erste, womit sich jeder an Dashdemeds Bildern sofort und unausweichlich konfrontiert sieht: Diese verst\u00f6rende Mischung aus D\u00fcnnh\u00e4utigkeit und Grobheit, dieses Ausgeliefertsein an ebenso r\u00e4tselhaft wie unerbittliche Situationen, voller archaisch anmutender Erinnerung. Verlockung, Drohung, voller barbarisch sexueller Anspielungen. Grobschl\u00e4chtige Figuren, deren anatomische Abweichungen und Deformationen umso beunruhigender erscheinen, als sie so selbstverst\u00e4ndlich und ganz ohne Aufhebens daherkommen<\/p>\n<p>Menschen werden nicht einfach gezeigt, sie treten in Erscheinung, in statischen, oft symmetrischen Bildr\u00e4umen, wie durch ein Medium vermittelt. Dass sie dieses erst durchlaufen m\u00fcssen, gibt den Bildern etwas Verhaltenes, Br\u00fctendes. In ihrer stillen Unterschwelligkeit begegnen sie uns mit der Wucht eines im Inneren gl\u00fchenden Meilers.<\/p>\n<p>&nbsp;Den komplexesten Aspekt dieser Malerei aber bildet ihre aufw\u00fchlende Farbigkeit. Aus einer urt\u00fcmlich und fremdartig anmutenden Intimit\u00e4t, mehr einer h\u00f6hlenartigen Innenwelt als dem hellen Tageslicht entstammend, speist sich dieses unglaublich reichhaltige Kolorit. Wie im Innersten eines Meilers baut sich eine Glut auf unter br\u00e4unlich warmen Schichten, schimmert durch Risse, bricht sich in dramatischen<\/p>\n<p>Eruptionen Bahn, erkaltet und erstarrt wie Magma an der Oberfl\u00e4che, auch dort die schillernden, fahlen, kalten Spuren seiner Alchimie hinterlassend. Dashdemed Sampil arbeitet nat\u00fcrlich mit dem gleichen Material wie wir alle, doch angesichts seiner Bilder will man kaum glauben, dass solch ein Farbenreichtum, solch eine F\u00fclle \u00fcberraschender farbiger Wechselwirkungen, nicht den Rahmen jeder der g\u00e4ngigen Farbsystematiken sprengte.<\/p>\n<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/section>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p> Dashdemed Sampil ist ein ruhiger Beobachter in einer chaotischen Welt. Seine Beobachtungen verdanken sich diesem ebenso einfachen wie starken Gegensatz. 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