{"id":24600,"date":"2019-09-29T16:53:45","date_gmt":"2019-09-29T14:53:45","guid":{"rendered":"https:\/\/kunstverein.advancedmagic.de\/?p=24600"},"modified":"2025-09-07T17:01:04","modified_gmt":"2025-09-07T15:01:04","slug":"gruppenausstellung-natur-als-argument","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstverein-bamberg.de\/index.php\/2019\/09\/29\/gruppenausstellung-natur-als-argument\/","title":{"rendered":"Gruppenausstellung &#8211; Natur als Argument"},"content":{"rendered":"<section class=\"l-section wpb_row height_medium\"><div class=\"l-section-h i-cf\"><div class=\"g-cols vc_row via_grid cols_1 laptops-cols_inherit tablets-cols_inherit mobiles-cols_1 valign_top type_default stacking_default\"><div class=\"wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><h3 class=\"w-text\"><span class=\"w-text-h\"><span class=\"w-text-value\">Gruppenausstellung &#8211; Natur als Argument<\/span><\/span><\/h3><div class=\"w-text us_custom_9de87d4e\"><span class=\"w-text-h\"><span class=\"w-text-value\">Stadtgalerie Villa Dessauer 29.09.-10.11.2019<\/span><\/span><\/div><div class=\"w-separator size_small\"><\/div><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div id=\"cc-m-13071957199\" class=\"j-module n j-text \">\n<p>Die Jahresausstellung des Kunstvereins 2019 reagiert auf dringliche Fragen in Kunst und Gesellschaft, die sich mit Nachhaltigkeit, Klimawandel und Artensterben sowie mit dem Einwirken des Menschen in nahezu alle nat\u00fcrlichen Systeme besch\u00e4ftigen. \u201aNat\u00fcrlich\u2018 im Sinne des Unber\u00fchrten, \u201ak\u00fcnstlich\u2018 als Eingriff und Neuformung des Menschen \u2013 solche klaren Abgrenzungen lassen sich f\u00fcr unser Zeitalter des Anthropoz\u00e4n kaum noch halten. Bereits in der historischen Landschaftsmalerei wurde die \u201eNatur\u201c zum Argument \u2013 sie wurde zum Pendant eines Menschen, der sich ihr gegen\u00fcberstellt, sie (und sich) neu definiert und sich so auch als modernes Subjekt versteht. Petrarcas Besteigung des Mont Ventoux im fr\u00fchen 14. Jahrhundert legt bereits einen Pfad, auf dem sich ein westlicher Kulturkreis in der Folge \u00fcber die Natur immer wieder selbst entdecken wird. Was wir bis heute in der Natur \u201alesen\u2018 sind vor allem Geschichten \u00fcber uns selbst.<\/p>\n<p>&nbsp;Naturerfahrung oszilliert immer wieder zwischen Idealisierung und respektloser Nutzung; die unvoreingenommene Begegnung mit der Natur f\u00fchrte zu medial und konzeptuell erweiterten Formen innerhalb der Dom\u00e4ne der Kunst, die ein anderes Vorstellungsbild von \u201eNatur\u201c zugleich mitentwerfen. Materialit\u00e4t und Prozesshaftigkeit w\u00e4ren als Kriterein zu nennen, sowie Wachstum und Ver\u00e4nderung als \u201anat\u00fcrlich\u2019 gesetzte Logiken. Die Ausstellung folgt diesen Spuren und bringt nicht zuletzt auch die Heterogenit\u00e4t zum Ausdruck, mit der in der Kunst die Besch\u00e4ftigung mit der Natur ein Argument der Kunst wurde \u2013 sei es als Abgrenzungsfolie, \u00c4hnlichkeitsbestrebung oder als \u00e4sthetisch befruchtendes Potential. Die vielf\u00e4ltigen Medien, Materialien und Methoden, die K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler diesbez\u00fcglich entwickelt haben, gilt es in der Ausstellung zu entdecken.<\/p>\n<p>&nbsp;Anna Bittersohl, Oliver Boberg, Bob Braine, Anja Ciupka, Galerie f\u00fcr Landschaftskunst, Klara Hobza, Florian H\u00fcttner, Joan Jonas, Till Krause, Cyrill Lachauer, Christiane L\u00f6hr, Yelva Larsen, Thomas May, Sebastian Nebe, Susanne Roth, Gerhard Rie\u00dfbeck, Wolfgang Stehle, Jens Velling Sch\u00fcrmann, herman de vries, Lois Weinberger, Thilo Westermann, Richard Wientzek, J\u00fcrgen Wilhelm<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"cc-m-13071958499\" class=\"j-module n j-spacing \">\n<div class=\"cc-m-spacer\"><\/div>\n<\/div>\n<div id=\"cc-m-13071957799\" class=\"j-module n j-text \">\n<p><strong>19.10.2019, 14-18 Uhr: Aktionstage \u201eNatur Natur sein lassen\u201c<\/strong><\/p>\n<p>mit Natur &#8211; als Resonanzraum &#8211; in Beziehung treten:<\/p>\n<p>Der Herbst ist da, die Zeit der Gartenarbeit&#8230; aber anstatt den Rasen zu m\u00e4hen und den G\u00e4rten aufzur\u00e4umen, wollen wir der Natur Raum geben und \u201eWildnisecken\u201c als kleine Oasen der Artenvielfalt schaffen. Wir m\u00f6chten dabei sowohl ein kleines Beet anlegen, dass best\u00e4ubenden Insekten Nahrung bietet als auch einen Naturgarten mit ganz unterschiedlichen Lebensr\u00e4umen schaffen. Totholz, Stein-, Reisig-, und Laubhaufen bieten hierbei Insekten, aber auch S\u00e4ugetieren M\u00f6glichkeiten zum \u00dcberwintern.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"cc-m-13071958599\" class=\"j-module n j-spacing \">\n<div class=\"cc-m-spacer\"><\/div>\n<\/div>\n<div id=\"cc-m-13071958699\" class=\"j-module n j-text \">\n<p><strong>12.10.2019, 14\u201317 Uhr: Grashalmschnitzen mit dem N\u00fcrnberger K\u00fcnstler Thomas May<\/strong><\/p>\n<p>Mitmachaktion: Grashalmschnitzen mit dem N\u00fcrnberger K\u00fcnstler Thomas May. Seit vielen Jahren arbeitet May haupts\u00e4chlich mit Gras als Kultur Tr\u00e4ger, 2001 hat er das \u00bbGrashalmInstitut\u00ab ins Leben gerufen. Weltweit ist er u.a. mit seinen Schnitztouren unterwegs, bei denen die Besucher eingeladen sind, einen Grashalm zu schnitzen, der f\u00fcr Ausstellungen gesammelt wird, frei nach D\u00fcrers gro\u00dfem Rasenst\u00fcck. Werden auch Sie Sie Teil dieses gro\u00dfen Kunstprojektes, Material und Werkzeug wird gestellt.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"cc-m-13071960099\" class=\"j-module n j-spacing \">\n<div class=\"cc-m-spacer\"><\/div>\n<\/div>\n<div id=\"cc-m-13071960199\" class=\"j-module n j-text \">\n<p><strong>Rundg\u00e4nge durch die Ausstellung<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>03.10.2019, 15 Uhr mit Dr. Barbara Kahle<\/li>\n<li>20.10.2019, 11 Uhr mit Notburga Karl<\/li>\n<li>27.10.2019, 15 Uhr mit Dr. Barbara Kahle<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<div class=\"cc-m-spacer\"><\/div>\n<div id=\"cc-m-13071960799\" class=\"j-module n j-text \">\n<p><strong>10.11.2019, 11 Uhr: Finissage<\/strong><\/p>\n<p>Vortrag von Charlotte Desaga (Freie Kuratorin Berlin) \u201eSoma, Simulakren, Situation: \u00dcberlegungen \u00fcber das Lebendige in \u201aUUmwelt\u2018 von Pierre Huyghe\u201c und anschlie\u00dfende Diskussion mit K\u00fcnstlerInnen zu NATUR ALS ARGUMENT<\/p>\n<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/section>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Jahresausstellung des Kunstvereins 2019 reagiert auf dringliche Fragen in Kunst und Gesellschaft, die sich mit Nachhaltigkeit, Klimawandel und Artensterben sowie mit dem Einwirken des Menschen in nahezu alle nat\u00fcrlichen Systeme besch\u00e4ftigen. \u201aNat\u00fcrlich\u2018 im Sinne des Unber\u00fchrten, \u201ak\u00fcnstlich\u2018 als Eingriff und Neuformung des Menschen \u2013 solche klaren Abgrenzungen lassen sich f\u00fcr unser Zeitalter des Anthropoz\u00e4n kaum noch halten. 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