Skulptur als Raum: Dierk Berthel – „unfinished spaces“ volume II

Dierk Berthel: Feuer, Schere, Licht. Fotos: Dierk Berthel
14. März – 26. April 2026
Vernissage: Freitag, den 13. März um 19 Uhr

Der Kunstverein Bamberg e.V. zeigt im Kunstraum Kesselhaus unter dem Titel unfinished spaces, volume II Arbeiten des Bildhauer Dierk Berthel.

Berthel lebt in einem kleinen Ort im Landkreis Bad Kissingen. Dort legte er seinen Schaffensschwerpunkt auf die Bereiche Kunst im öffentlichen Raum und Kunst am Bau.

Er war Dozent für Steinskulptur an der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst in Dresden und hat seit fünf Jahren einen Lehrauftrag an der Berufsfachschule für Holzbildhauer in Bischofsheim i.d.Rhön.

Bei seiner Arbeit bedient sich der Bildhauer Dierk Berthel eines Spektrums an Materialien, das vornehmlich Metall, Stein und Holz umfasst.

Während das Œuvre des Sohnes eines Architekten vormals vor allem von einem massiven Duktus geprägt war, scheinen sich seine Skulpturen in ihrer Form heute immer mehr aufzulösen. So manifestiert sich dies in jüngerer Zeit im Aufgreifen architektonischer Elemente, wie es etwa die Kombinationen aus hölzernem Skelettbau zeigen.
Und könnte man meinen, Drucke seien per se ein zweidimensionales Medium, erklärt Berthel dies für nichtig, wenn er Grafiken ungezwungen mit Skulpturen im Raum einordnet.
Zur Interpretation seiner Werke äußert sich der Künstler nicht; auch die Titel seiner Objekte sind eher beschreibender Natur. Vielleicht handelt es sich um den Versuch, die Prozessualität der Welt darzustellen; die Einordnung soll jedoch der persönlichen Interpretation obliegen.

Flyer zur Ausstellung: hier

Mehr Info zu Dierk Berthel finden Sie hier: www.dierk-berthel.de.

Begleitprogramm

22.03.2026 um 16 Uhr: Künstlergespräch mit Dierk Berthel und Robert Weisenbacher
19.04.2026 um 16 Uhr und nach Vereinbarung: Führung durch die Ausstellung mit Barbara Kahle
26.04.2026 ab 17 Uhr: Finissage mit Klangperformance Geräuschdieb trifft den Master of Glass mit Dierk Berthel und Johannes Schreiber

Kunstraum Kesselhaus
Untere Sandstraße 42, 96049 Bamberg
geöffnet: Fr 15–18 Uhr, Sa–So & feiertags 11–18 Uhr
Eintritt frei | Spenden willkommen

Sophia Süßmilch & Cathrin Hoffmann

Foto: Cathrin Hoffmann & Sopia Süßmilch

13. Juni – 26. Juli 2026

Eröffnung: 12. Juni 2026 um 19 Uhr

Der Kunstverein Bamberg e.V. präsentiert seine Jahresausstellung 2026 in der Stadtgalerie Villa Dessauer und bringt zwei international beachtete künstlerische Positionen erstmals in Bamberg zusammen: Sophia Süßmilch und Cathrin Hoffmann. Die Ausstellung vereint zwei junge, radikale Stimmen der zeitgenössischen Kunst, die auf unterschiedliche Weise den menschlichen Körper als Spiegel gesellschaftlicher, politischer und technologischer Umbrüche untersuchen.

Im Fokus steht der Körper als wandelbares, verletzliches und zugleich widerständiges Medium, das von Machtverhältnissen, digitalen Strukturen, sozialen Zuschreibungen und Zukunftsentwürfen geprägt ist. Die beiden Künstlerinnen eröffnen dabei bewusst konträre Perspektiven:

Sophia Süßmilch arbeitet mit Humor, Provokation und performativer Radikalität. Ihre Werke thematisieren Körperlichkeit als Ort von Lust, Schmerz und Widerstand und legen gesellschaftliche Tabus, Geschlechterrollen und soziale Rituale schonungslos offen.

Cathrin Hoffmann hingegen untersucht die menschliche Gestalt im Spannungsfeld von Virtualität und Realität. Ihre Arbeiten reflektieren Entfremdung, Digitalisierung und postdigitale Körperbilder und entwerfen hybride, oft fragile Figuren zwischen physischer Präsenz und digitaler Auflösung.

Die Gegenüberstellung beider Positionen schafft ein spannungsreiches Panorama zeitgenössischer Kunst, das hochaktuelle Themen wie Körperpolitik, Geschlechterdiskurse, Klimawandel, politische Krisen und technologische Transformationen in eine vielschichtige künstlerische Form übersetzt. Die Ausstellung ist als dialogisches Projekt konzipiert und umfasst neue sowie weiterentwickelte Arbeiten aus Malerei, Skulptur und Installation.

Sophia Süßmilch (*1983) lebt und arbeitet in München und Berlin. Sie studierte an der Akademie der Bildenden Künste München und wurde unter anderem mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet. Ihre Arbeiten waren in renommierten Institutionen wie dem Lenbachhaus, dem Haus der Kunst und der Kunsthalle Osnabrück zu sehen.

Cathrin Hoffmann, deutsch-iranische Künstlerin mit Sitz in Berlin, arbeitet medienübergreifend an der Schnittstelle von Malerei, Skulptur und Installation. Ihre Werke wurden international unter anderem in Berlin, Paris, Wien und New York gezeigt und durch zahlreiche Stipendien und Residenzen gefördert.

Mehr Informationen: sophiasuessmilch.com, cathrinhoffmann.com

Ort und Öffnungszeiten
Stadtgalerie Bamberg – Villa Dessauer, Hainstraße 4a, 96047 Bamberg
Öffnungszeiten: Donnerstag–Sonntag, 12–18 Uhr

Numero Cromatico

Bild 1: Ritratto di Numero Cromatico, 2024, Foto Numero Cromatico
Bild 2: Numero Cromatico, Take me into your dreams, among your darkest thoughts, Numero Cromatico x Etro, Milano, 2025 – Foto_Alberto Maddaloni

26. September – 1. November 2026
Vernissage: Freitag, den 25. September 2026 um 19 Uhr
Eine Kooperation mit AOA;87 Berlin

Numero Cromatico ist ein in Rom ansässiges Künstlerkollektiv, Forschungszentrum und unabhängiger Verlag. Forschende aus Kunst, Neurowissenschaften, Philosophie und Design arbeiten transdisziplinär zu Wahrnehmung, Sprache und ästhetischer Erfahrung, mit Fokus auf die Rolle der Betrachtenden. Das Kollektiv realisiert Kunstwerke, Installationen und Publikationen, die kognitive, sensorische und emotionale Prozesse aktivieren und traditionelle Kunstrezeption hinterfragen. Zudem prägt es seit Jahren den Diskurs zwischen Kunst und Neurowissenschaften, u. a. als Herausgeber von Nodes – Journal of Art and Neuroscience, einer international anerkannten Referenzzeitschrift.

Die künstlerische Praxis umfasst Werke, ortsspezifische Installationen, Performances, Ausstellungen und Workshops und basiert auf Ansätzen aus Neuroästhetik, empirischer Ästhetik und Digital Studies. Zentrale Prinzipien sind multisensorische „angereicherte Räume“, die Verbindung von Tradition und Innovation, expressive abstinence zur Reduktion individueller Handschrift sowie das Genius Loci-Konzept zur kontextbezogenen Arbeit. Ziel ist es, neue Beziehungen zwischen Mensch, Natur und Technologie zu entwerfen und gesellschaftliche Paradigmen zu reflektieren.

Die Forschung an der Schnittstelle von Kunst, Psychologie und Neurowissenschaften untersucht kognitive, emotionale und physiologische Prozesse der Kunsterfahrung sowie deren soziokulturelle Kontexte. Dabei kommen psychologische und neurowissenschaftliche Methoden wie Fragebögen, Eye-Tracking oder elektrophysiologische Messungen zum Einsatz; das Publikum ist aktiv beteiligt, die Studien finden in realen Ausstellungssituationen statt.

Als Verlag versteht Numero Cromatico Editions (gegründet 2011) das Buch als experimentelles, aktivierendes Medium zur Erprobung neuer kognitiver und expressiver Möglichkeiten und gibt zudem Nodes – Journal of Art and Neuroscience heraus, Italiens einzige halbjährliche, zweisprachige wissenschaftliche Zeitschrift der Klasse A zu Kunst und Neurowissenschaften.

Kunstraum Kesselhaus
Untere Sandstraße 42, 96049 Bamberg
geöffnet: Fr 15–18 Uhr, Sa–So & feiertags 11–18 Uhr
Eintritt frei | Spenden willkommen

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